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Arbeiten in China

Den Arbeitsalltag und die Geschäftskultur in China meistern!

China wird zur grössten Volkswirtschaft der Welt und viele Ausländer sind daran interessiert in China zu leben, Arbeitserfahrungen zu sammeln, Sprachkenntnisse zu erwerben oder kulturelle Erfahrungen zu machen. Bei der Volkszählung von 2010 lebten knapp 600.000 Ausländer in China, davon mehr als 200.000 in Shanghai. Ungefähr 250.000 waren ausländische Studenten, 300.000 waren in einem Arbeitsverhältnis und der Rest waren Familienangehörige. Wo möchte man Leben, wie sieht es mit dem Arbeitsvisum aus und welche kulturellen Unterschiede gibt es im Arbeitsalltag in China? Einige von vielen Fragen. Wir geben Ihnen einen kleinen Überblick. Möchten Sie mehr wissen? Rufen Sie uns an. Mit über 10 Jahren Arbeitserfahrung in China berät Sie unser Experte gerne ausführlich und detailliert über die Arbeitswelt in China, der Arbeitseinstellung der Chinesen und vieles mehr.

Welche Stadt
Die beliebtesten Städte für ausländische Arbeitnehmer sind Shanghai, Peking (Beijing), Shenzhen, Guangzhou oder Chengdu. Die meisten Ausländer in China leben in diesen Metropolen, da die Städte teilweise sehr westlich orientiert sind und es an nichts mangelt.

Die Lebensunterhaltskosten sind wie in vielen Grosstädten auch in China relativ hoch. Den grössten Teil nimmt die Miete der Wohnung ein. Jedoch ist hierbei zu erwähnen, das in China trotz hohen Lebensunterhaltskosten sich auch sehr preiswert leben lässt. Es ist möglich für viel Geld zu Abend zu essen oder sich in einem kleinen Familienrestaurant sich für 5 Euro zu verpflegen. Ebenso verhält es sich mit den Wohnungen. Etwas ausserhalb der Zentren lassen sich auch schöne und preiswerte Wohnungen finden.

Aber es gibt noch viele weitere Grosstädte in denen man als Ausländer Arbeit finden kann. Immerhin gibt es in China über 90 Städte, die mehr als eine Million Einwohner haben. Die „kleineren“ Millionen- Städte, die auch „2nd and 3rd tier-cities“ genannt werden, haben den Vorteil günstiger zu sein, sind aber oftmals mehr traditionell „chinesisch“. Und da kann eine Millionenstadt schon etwas provinziell erscheinen.

Auf der anderen Seite wachsen die privatwirtschaftlichen sowie staatlichen Investitionen in diese sogenannten „2nd und 3rd Städte“, da diese noch günstiges Land und Arbeitskräfte bieten. In der Nähe von Shanghai sind unter anderem Suzhou, Hangzhou und Nanjing zu nennen, die ebenfalls boomen und immer mehr ausländische Fachkräfte anziehen. Guangzhou und Shenzhen sowie das gesamte Perlflussdelta im Süden des Landes produzieren einen Grossteil der Elektronik für die Welt und weisen viel Potenzial auf. Qingdao ist eine bedeutende Hafenstadt, die als Heimat des Tsingtao-Biers bekannt ist und Dalian im Norden des Landes lockt viele IT-Unternehmen an.

Die Stadt Xiamen weist momentan die höchste Wachstumsrate des gesamten Landes auf. Darüber hinaus punktet die Stadt mit einer der besten Universitäten Chinas und einem angenehmen Klima zum Leben. Chengdu und Chongqing gehören mittlerweile zu den größten Metropolen der Erde und beheimaten eine wachsende Gemeinschaft von Auswanderern.

Arbeitserlaubnis
Wer auf dem chinesischen Festland arbeiten will, muss bei den Behörden in China eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Früher war das Einholen einer Arbeitsbewilligung um einiges einfacher. Da jedoch viele Unternehmen in China mit den Arbeitsbewilligungen teilweise viel Unfug trieben, haben die Behörden ab Sommer 2017 den Prozess erschwert. Um heute eine Arbeitsbewilligung zu erhalten müssen der Lebenslauf, die Zeugnisse und die Schulabschlüsse beglaubigt werden. Kommt hinzu dass Sie belegen müssen, dass Sie straffrei sind und einen guten Leumund haben.

Die Firma muss mit einem ausführlichen Arbeitsvertrag eine Anstellung belegen, dem auch der Lohn und die Job-Description beigelegt werden müssen. Nach erfolgter Prüfung aller Dokumente erhalten Sie die „Alian Certification“, mit der Sie dann mit allen Ihren Unterlagen bei der chinesischen Botschaft Ihres Landes ein Z-Visum beantragen. Das Z-Visum muss danach in China in eine „Residence Permit“ (Aufenthaltsbewilligung) umgewandelt werden, wozu Sie eine Gesundheitsprüfung in China machen müssen.

Seit Sommer 2017 gilt neu für die Vergabe von Arbeitserlaubnissen ein Punktesystem. Die Arbeitsbewilligung muss in der Regel je nach Position einmal jährlich erneuert werden. Um auch hier den Schwindel mit den Arbeitsbewilligungen vorzubeugen, wird neu bei der jährlichen Erneuerung der Lohn und die Zahlung der Steuer geprüft.

Durch unsere eigenen Erfahrungen mit ausländischen Mitarbeitern in Shanghai und unserem grossen Netzwerk in China, können wir Sie bestens beraten, damit Sie bereits im Vorfeld die Abläufe und Ihre Chancen kennen.

Geschäftskultur
Das Geschäftsgebaren in China ist anders als in der westlichen Welt. Daher sollte man sich, wenn man in China arbeiten möchte, bereits vorher Gedanken über die dortige Kultur und die Kulturunterschiede machen. Unter anderem legt die chinesische Geschäftskultur grossen Wert auf ein gutes Netzwerk (man nennt es „Guanxi“), die einem Türen einfacher öffnen lässt.

Auch das Geben und Nehmen von Geschenken von und für chinesische Freunde, Kollegen und Geschäftspartner ist unabdingbar. Achten Sie darauf welche Geschenke Sie geben. Der Wahl der Geschenke sollten Sie grösste Aufmerksamkeit schenken. Der Aberglaube hat einen grossen Stellenwert in China und bestimmt viele Bereiche des beruflichen, wie auch des privaten Lebens. Farben, Zahlen, Symbole und Geschenke, die mit Leben oder Tod in Verbindung gebracht werden können, sind massgebend ob Ihr Geschenk bei den Chinesen ankommt oder nicht.

Die Arbeitswelt in China
In China sind die Bürozeiten ähnlich wie bei uns. Verkaufsangestellte in Shops und Shoppingcentern arbeiten in der Regel von 10.00 bis 22.00 Uhr. Die Arbeitswelt in China ist sehr wettbewerbsorientiert. Es kann entweder sehr leicht oder sehr schwer sein einen geeigneten Job zu finden. Der Bewerbungsprozess bei chinesischen Unternehmungen unterscheidet sich ebenfalls von unseren. Es gibt unzählige Job-Plattformen, mittels derer der Interessent seiner Lebenslauf einer Firma schicken kann. Nicht selten muss der Kandidat vor dem Interview bestätigen, das seine Aussagen richtig sind und dass der Lebenslauf der Wahrheit entspricht, denn Arbeitszeugnisse oder dergleichen gibt es in China nicht.

Es ist auch nicht unüblich dass Arbeitnehmer Überstunden leisten müssen. Diese werden je nach Grösse des Unternehmens entweder vergütet oder als normal betrachtet. Viele Arbeitnehmer arbeiten auch nicht zwingend weil sie die Aufgabe spannend finden, oder sie in der Firma berufliche Perspektiven erhalten.

Auf was Unternehmen in China besonderen Wert legen ist die Durchführung von „Teambuildingmassnahmen“, welche eher als „gehen wir miteinander Essen, haben Spass oder geniessen zusammen ein schönes Weekend“ verstanden werden sollte.

Nicht ausser Acht gelassen werden sollte, dass die Arbeitswelt auch von der chinesischen Kultur abhängt. Ist das Heiratsalter einer Mitarbeiterin erreicht, kann es durchaus sein dass sie nach dem Chinesischen Neujahresfest nicht mehr zur Arbeit erscheint.

Die Löhne sind sehr unterschiedlich und variieren je nach Branche und Beruf stark. Normalerweise werden 12 Löhne ausbezahlt. Sehr üblich sind Bonuszahlungen, um so den Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.

Mit Chinesen zusammen arbeiten
Viele Chinesen verfügen über einen Universitätsabschluss, erlernen aber keine berufliche Fähigkeiten wie wir es vom Westen kennen. Auch ist die Erziehung auf Leistung fokussiert, die Förderung der eigenen persönlichen Fähigkeiten in China steckt hier noch etwas in den Kinderschuhen. Daher können die Chinesen sehr arbeitssame Arbeitnehmer sein, gehören aber nicht zu den innovativsten Mitarbeitern. Durch das viele Chinesen auch im Ausland studieren nehmen sie viele neue westliche Ansätze mit nach China zurück von der die Firma profitieren kann.

Die Zusammenarbeit ist auf alle Fälle spannend und herausfordernd zugleich. Die Arbeitsweisen unterscheiden sich immer noch von unseren. Er braucht aber auch etwas mehr Führung und Kontrolle, um neue oder andere Aufgaben zu übernehmen. Arbeiten Sie als Manager in einem chinesischen Unternehmen, könnten die erlernten Führungsmethoden unter Umständen beim Chinesen nicht einsetzbar sein.

Wegen dem Gesichtsverlust werden Sie sehr selten einen Chinesen erleben, der seinem direkten Vorgesetzen eine Meinung oder Verbesserungsvorschläge zur Optimierung von Prozessen, Abläufen oder Kundenbindung gibt.

Gerne beraten wir Sie detaillierter über das Arbeiten in China in einem ausführlichen Beratungsgespräch. Denn es gibt viel darüber zu erfahren, wie der Chinese arbeitet, sich gegenüber dem Arbeitgeber verhält, was der Chinese über Mittag mag oder wann und wie der Bonus ausbezahlt werden soll.